Pressestimmen


zum Auftritt während des Chorfestivals in Oberalteich

...Etwas skeptisch war der Rezensent bezüglich des Auftretens eines Gospelchores. Wie kann diese Musikrichtung mit Chorwerken des Renaissance und Romantik zusammengeführt werden? Weit gefehlt, dieses Vorurteil: der "Cillis-Gospelchor" aus München kein, wie gerade bei dieser Musik oft erlebtes amerikanisches Südstaaten-Geschrei, sondern hochkultivierten Chorgesang europäischer Manier, wohltuend für Seele und Gehör. ...

[Juli 2009 Theodor Auer / Straubinger Tagblatt]
Gesamte Kritik


zum Konzert in St. Caecila, 2009 "Zuversicht in der Gemeinschaft"

Eine auffallend große Hörgemeinde strömte beim Jahreskonzert des Cillis Gospelchors in die Pfarrkirche St. Cäcilia. Warum das Ensemble anziehend wirkt, war bald zu erkennen. Mit beredten Gesten erreichte Chorleiter Brian Hamilton lebensvollen Klang samt kleinen Steigerungen und expressiven Längen. Mitunter legte Holger Scheffels am Klavier den Rhythmus fest.
Zu den Eigenheiten des in St. Cäcilia gegründeten Cillis Gospelchors gehört es, dass eine Sängerin oder ein Sänger Liedgruppen mit einfachen Worten vorstellt. So entsteht das Gefühl der Gemeinschaft. Zunächst war vom Licht die Rede. Der Chor setzte mit dem lebhaft skandierten Song "This little light of mine" ein. Davon unterschied er "Shine your light" als getragen und "Joyful, joyful" als schwungvoll. Zuversicht verbreitete der Kehrreim. "Wade in the water" leitete über zum zunächst verhalten und geheimnisvoll gesungenen Negrospiritual "Deep river", ist doch das Überqueren des Jordan Sinnbild der Sehnsucht nach einem besseren Leben.
Das weihnachtliche "Angels singin' glory" erfreute als Wechselgesang der Frauen und Männer. Eindringlich wirkte die Frage "Warst du auch bei der Kreuzigung?". Kraftvoll wurde danach der Stein vom Grab entfernt ("Roll the stone").
Da zum afro-amerikanischen Gospelsong afrikanische Lieder gehören, sang der Chor das „Halleluja! Pelo tsa rona" (Wir dürfen Christen sein). Dazu schlug die von Dietmar Wüst geleitete Cillis Trommelgruppe mit je drei Frauen und Männern auf Djembé-Trommeln. So hämmerte sich der Song „Freedom is coming" ins Gedächtnis ein oder das ,,Salama Afrika" im Wechsel von Rufen und Trommelwirbeln. Ein ausdauernd getrommelter Maskentanzrhythmus aus Guinea überzeugte als „Kakilambé“ (Lebensfreude). Streng hielten Chor und Trommler-Duo den gemessenen Rhythmus eines afrikanischen Sanctus ein, fröhlich das Gloria.
Auch bei Kostproben aus Musicals konnte der Chor bestehen, bei Elton Johns „Can you feel the love" mit leuchtendem Sopransolo, bei George Gershwins „Strike up the Band"-Medley, bei einem Swing Tommy Dorseys im Wechsel mit einem Solisten. Cillis endete mit hoffnungsfrohen Gospelsongs, darunter „Walk together, children" (zum gelobten Land), „Unity“ und „Power" - letzterer beeindruckte ganz im Wortsinn durch seine Kraft.

[5.5.2009 Arno Preiser / Münchener Merkur ]


zum Konzert in St. Coloman, 2007

Stehende Ovationen Für Cillis Gospelchor
Stehender Applaus ist eher ungewohnt bei einem Kirchenkonzert. "Cillis Gospelchor" von St. Cäcilien in Germering steckte die Besucher in der mehr als auf den letzten Platz gefüllten Colomanskirche mit Schwung und Begeisterung an. Für die Gestaltung der Abendmesse wurden neben einem Händel-Satz klassische Gospels wie Amazing Grace arrangiert.
Zum anschließenden Konzert zogen die Sänger mit Chorleiter Brian Hamilton, der auch vom Keyboard aus dirigierte, auf die Stufen des Altarraums. Moderator Hans Danner stimmte das Publikum in aller Kürze auf die Welt der frühen Spirituals ein. Sie dienten der Verständigung im Geheimen. Oft findet sich in der verschlüsselten Sprache biblischer Texte der Ruf nach Freiheit, die Aufforderung zur Flucht, wie in Go down Moses.
Im kirchlichen Bereich der Gesänge zum Gottesdienst sind die frohen Gospels zu suchen. Angenehm bei der Aufführung der Cillis war die Anpassung der unnachahmlichen afroamerikanischen Expressivität an europäische Geflogenheiten. Virtuose Arrangements ließen aufhorchen, so klang selbst das oft geschundene When the Saints go marching in neu und anspruchsvoll. Der letzte Teil des Programms gehörte neueren Liedern mit sehr persönlichem Ausdruck. Wenn der Funke nicht längst übergesprungen wäre, bei "Power" oder "Jesus on the mainline", dem Telefonanruf nach oben, mußte es jeden packen. Die Begleitung der Querflöte, kraftvolle Soli, Shouts und Phrasen die das Mitmachen herausforderten, rundeten das in allen Stimmen überzeugende Konzert ab.
[zv.de / Katholische Sonntagszeitung Augsburg]


zur Gospelnacht Don-Bosco Kirche 2006

... Großartig etwa der 25-köpfige "Cillis Gospelchor", der regelmäßig in Germering probt und das Herz der hiesigen Liebhaber dieser Musik schon öfters mit Konzerten erfreut hat. Wie auch die anderen Ensembles bestach er mit kräftigen, schillerndem Gesang und feinen Gewebe aus Melodien, die die Sehnsucht der Schwarzen nach dem Ende der Sklaverei dokumentierten.


Gospels galore

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The songs may have been drawn from the American gospel tradition, but the choir and its sound are firmly rooted in German choral tradition. It has a lighter timbre than gospel choirs from the homes of gospel-singing America and Africa. The singing, however, was fresh and lively, and the diction was exemplary, especially since the choir sang all numbers in the programme in English, not the first language of most of its members. A greater sonority from the basses would have been welcome, especially in music usually associated with the deeper sound of African-American choirs. The choir moved with the music, more restainedly than other gospel choirs, but with plenty of joy in the singing. The one item in the programme with a real American gospel sound and style came from the powerful and emotional performance of Sometimes I feel like a motherless child, arranged and sung as a solo by Martha Scheffel with piano accompaniment and with silent backing from the choir. Scheffel hails from Detroit, USA and has studied and sung extensively in the gospel tradition, and is the choir's voice coach.

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This was an enjoyable concert by a choir that delivered its promised Feel-Good factor. We would welcome them back again to future Fringes.

[14. August 2005, Bruce Haughan. Published on www.edinburghguide.com]


Cillis als Gospel-Ereignis

Chor steht vor Schottland- und BUGA-Auftritten

Der noch junge Germeringer Gospel-Chor "Cillis" ist weiter auf Erfolgskurs. Im vollen Gotteshaus von St. Cäcilia begeisterten die 22 Sängerinnen und Sänger, luden zum Mitklatschen ein und demonstrierten ein breites Spektrum an modernen Arrangements bekannter Evergreens, von denen einige von Chorleiter Brian Hamilton selbst stammen.
Freilich entfernt man sich dabei etwas von den Ursprüngen der Spirituals und Gospels der afrikanischen Sklaven und bewegt sich mehr in europäische Richtung. "Manche Sätze sind 'sophisticated'" sagt Hamilton, gebürtiger Schotte und seit etlichen Jahren Kantor an der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche. Die Traditionals werden indes nicht vernachlässigt. So gab es Riesenbeifall auch für die Zugaben mit "Oh, tell it on the mountains" und "Oh happy day". Virtuos im Jazz-Rhythmus waren die Orgel-Einlagen von Christoph Hauser, insbesondere seine Improvisation über "When the saints go marching in", humorvoll und informativ die Moderation von Hans Danner.
Als Solisten fungierten Martin Fluiter und Alexandra Lampel. Großen Anteil an der musikalischen Entwicklung des Chors hat seit neun Monaten Martha Steffel, eine Stimmbildnerin aus Detroit, die jetzt in München lebt und "Gospelmusik im Blut hat", wie Hamilton betont. Gesungen wird "a capella", ohne Verstärkung, und teilweise auch mit Klavierbegleitung.

Auftritt auch in Ettal

Die nächsten Auftritte der "Cillis" sind am 25. Juni bei der Musiknacht in der Germeringer Stadthalle, am 3. Juli in der Klosterkirche Ettal, am 10. Juni in der BUGA-Arena in München-Riem und im August in Edinburgh, Schottland, wo zwei Konzerte beim "Fringe-Festival 2005" gegeben werden.

[10. Mai 2005, Süddeutsche Zeitung, ila]


Freunde der Sänger steckt an

Erster Auftritt des neuen Gospel-Chors "Cillis" in St. Cäcilia ist ein Riesenerfolg

Der erste öffentliche Auftritt des neuen Gospel-Chors "Cillis" in der St. Cäcilia-Kirche war ein Riesenerfolg. Die für ein Gotteshaus eher ungewöhnlichen lautstarken Beifallsbekundungen und das begeisterte Mitklatschen beispielsweise bei "Oh happy day" oder den Zugaben zeigten eines: Die fast zweijährigen Proben unter der Leitung von Brian Hamilton haben sich gelohnt: die Freude der Sänger sprang schnell auf die zahlreichen Gäste über. Exakte Einsätze, ein voller Sound in der akustisch bekannt guten Kirche sowie mit Christa Hell und Jochen Seeberger überzeugten im eineinhalbstündigen Programm, das von Spirituals (den alten Klageliedern der Sklaven), über die fröhlichen, auf dem neuen Testament basierenden Gospels bis zum Medley aus Gershwins Oper "Porgy and Bess" reichte.
Hamilton übernahm neben dem Dirigieren teilweise auch noch die Klavierbegleitung des Chors, Organist Thomas Scherbel spielte dazwischen Spiritual-Improvisationen und Hans Danner moderierte die Veranstaltung. Die "Cillis" füllen eine Lücke im örtlichen Musikgeschehen, was umso bemerkenswerter ist, als sie keinerlei Zuschüsse erhalten. Geplant ist jedes Jahr ein großes Konzert.
Wer mitsingen will, kann sich unter der Rufnummer 089/804323 bei Brian Hamilton melden. ...

[Mai 2003, Süddeutsche Zeitung, ila]